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Wir bekennen Farbe

Vor dem katholischen Kirchgemeindezentrum in Landquart gibt es etwas Neues zu sehen. Man muss gar nicht lange suchen: „Dank dir Gott – Gott sei Dank!“ Steht in grossen Lettern klar und deutlich auf fröhlich buntem Hintergrund – unseren Fahnen – welche pünktlich zu Pfingsten fortan im Winde wehen.

Jugendliche der Oberstufe haben damit ein schöpferisches Projekt verwirklichen können, mit welchem sie bereits in der 2. Oberstufe gestartet sind. Phasen des Sammelns verschiedenster Ideen möglicher Sujets und Aussagen, im Wechsel mit ersten gestalterischen Gehversuchen.  Schnell wurde ihnen während des Schaffens bewusst, dass die neue Aufgabe viel komplexer ist als vermutet. Denn jedes Symbol, jede Farbe hat im religiösen Kontext eine bestimmte Bedeutung und transportiert damit Gefühl und Information. Am Ende dieses Prozesses würde also nicht nur einfach ein schönes Bild zu sehen sein, sondern ein Gesamtkunstwerk musste entwickelt werden, durch welches dem Betrachter eine Botschaft eröffnet wird. Eine bedeutsame Herausforderung für die Schüler und Schülerinnen der Klasse 3 Sek a.

Letztendlich konnte aus vielen verschiedenen Einzelmotiven ein Thema fokussiert werden: Gott und die Schöpfung aus der astronomischen Perspektive, welche sich auf die drei Einzelfahnen nach dem Schema der Heiligen Dreifaltigkeit erstreckt. Alle gehören zusammen und stehen doch auch für sich allein, ob wir nun das Bildmotiv und die Farben oder die Leserichtung der Lettern betrachten.

Mit der ersten Fahne startet das Licht-volle in der Welt. Die roten Flammen auf beiden Seiten – Symbol für das Pfingstereignis, dem Heiligen Geist. Leben. Das sichtbare Licht scheint mit der goldenen Sonne in der Mitte, strahlt Wärme aus und macht unsere Tage hell und heiter.

In hoffnungsvollen Grüntönen präsentiert sich die zweite Fahne und in deren Mitte das blaue Juwel – unsere Erde – stolz umkränzt mit freundlichem Blätterwerk und saftigen Früchten. Das ist die Mittlere Fahne von den dreien. Durch diese Position schenken wir ihr besonders viel Beachtung und so soll es auch sein in diesen Zeiten voller Umweltproblematiken.

Wer etwas genauer hinsieht, dem mag sich erschliessen, dass sich eine grosse runde Kreisform über alle drei einzelnen Sujets hinaus ausdehnt und so die Einzelfahnen über die Thematik hinaus, nun auch optisch zu einer Einheit verbindet. Am Ende schliesst sich der Kreislauf mit der 3. Fahne. Der silberne Mond – auch das kleine Licht zur Beherrschung der Nacht  genannt – blinzelt hinter einem mystischen Vorhang aus Nachtblau und Purpur hervor. Die Künstlerinnen und Künstler und ihre berücksichtigten Einzelwerke  heissen:

Andri Gees, Fabio Schumacher & Simon Bosshard mit „Unsere Welt ist vielseitig“, Rebecca Häfeli mit

„Farbenspiel am Himmel“, Léoni Walt & Sumeja Ibraimovic mit „Farben sind das Lächeln der Natur“, Anna Concalves & Adriana Mazzocchi mit „Kreis des Lebens“, Daniela Lima mit „Wir sollen Farbe in unserem Leben haben“

Für die Zusammenstellung der Motive, Text und Projektleitung ist Nicole Wilhelmi verantwortlich.

Für  Digitalisierung und Druck bedanken wir uns bei Michelle Klöckl und der Druckerei Heldstab in Landquart.

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